Operation

Operation bei Skoliose

Eine Operation bei Skoliose ist notwendig, wenn die Wirbelsäule um mehr als 50 Grad im Bereich der Brustwirbelsäule gekrümmt ist. Im Bereich der Lendenwirbelsäule rät der Arzt bei Patienten im Wachstumsalter bereits bei 35 bis 40 Grad zu einer Operation. Insbesondere bei Kindern und Jugendlichen kann durch das Wachstum mit einem Fortschreiten der Skoliose gerechnet werden, weshalb eine operative Behandlung in diesem Fällen vorgezogen werden sollte. Ferner sollten Skoliosen, die durch eine Nervenstörung verursacht wurden, frühzeitig operiert werden.

Aber auch bei Erwachsenen kann eine Operation nötig sein. Der Hauptgrund für eine Operation von Skoliose im Erwachsenenalter sind die heftigen Schmerzen und der schnelle Verschleiß der fehlbelasteten Abschnitte der Wirbelsäule. Ferner kann sich die Krankheit auch im Laufe der Zeit verschlechtern.

Wie sieht die Vorbehandlung bei einer Operation bei Skoliose aus?

Bevor eine Operation bei Skoliose erfolgt, kommt es in einigen Fällen zu einer Vorbehandlung, damit die Wirbelsäule gelockert wird. Auf diese Weise können optimale Bedingungen für die Operation hergestellt werden. Die Mobilisation kann auf unterschiedliche Art und Weise erfolgen. Einerseits kann hierfür Krankengymnastik genutzt werden oder andererseits kann auch eine spezielle Streckbehandlung über mehrere Tage zum Einsatz kommen. Hierbei werden Kopf und Füße an Schlingen befestigt und der Körper wird mittels Zug über diese Schlingen leicht gedehnt. Dieses Verfahren ist nicht schmerzhaft.

Wie erfolgt eine Operation bei Skoliose?

Eine Operation bei Skoliose zielt darauf ab, die ursprüngliche Form der Wirbelsäule soweit wie möglich wieder herzustellen und die Wirbelsäule zu stabilisieren. Hierzu werden die betroffenen Bereich mit Implantaten (wie Schrauben oder Stäbe) fixiert und so angebracht, dass die Wirbelkörper wieder miteinander verwachsen können. Daher sind diese Wirbelkörper nach der Operation nicht mehr gegeneinander beweglich, was aber nicht bedeutet, dass man seinen Rücken nach der Operation gar nicht mehr bewegen kann.

Die Einschränkung wird ganz gut von der Wirbelsäule kompensiert, dennoch können auch Probleme wie beispielsweise versteifte Abschnitte auftreten. Die Operation wird entweder von vorne über die Bauch- oder Brusthöhle oder von hinten, vom Rücken aus durchgeführt. Es kommt immer auf den Einzelfall an, welches Variante gewählt wird. Beide Verfahren bringen Vor- sowie Nachteile mit sich.

Risiken bei der Operation von Skoliose

Risiken, die bei einer Operation bei Skoliose auftreten, sind unter anderem Infektionen, Nervenverletzungen oder Wundheilungsstörungen. Ferner sollte vor dem Eingriff die Operation sowie deren Risiken und Nebenwirkungen gründlich mit dem Arzt besprochen werden.
Damit die Komplikationen bei einer Operation von Skoliose minimiert werden können, sind eine Eigenblutspende vor der Operation und die Aufbereitung des gegangenen Blutes während der Operation hilfreich. Ferner wird während der Operation auch oftmals ein sogenannter Aufwachtest durchgeführt.

Hierbei werden dem Patient Schmerzmittel zugeführt und er soll die Beine und Füße bewegen, um festzustellen, ob das Rückenmark und die Nerven intakt sind. Eine Operation bei Skoliose ist ein größerer Eingriff, aber der zu erwartende positive Effekt ist sehr groß und daher ist sie in den meisten Fällen hilfreich. Nach dieser Operation sind natürlich Nachkontrollen notwendig. Wann und in welchen Abständen die Nachkontrollen stattfinden, legt der behandelnde Arzt individuell fest. Ferner sollten Sie mit ihrem Arzt besprechen, wann sie wieder Sport treiben können und welche Sportarten lieber zu meiden sind.

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Letzte Aktualisierung: 21. Januar 2015 von Skoliose-Krankheit.de