Therapie

Therapie von Skoliose

Die Therapie von Skoliose orientiert sich am Schweregrad, an der Ursache und am Alter des Patienten. Entweder kommen das Tragen eines Korsetts, spezielle Krankengymnastik oder sogar eine Operation als Therapie der Skoliose infrage. Im Nachfolgenden wird genauer auf die unterschiedlichen Faktoren, die die Art und Intensität der Therapie von Skoliose beeinflussen, eingegangen.

Der Schweregrad

Wenn es sich um eine leichte Wirbelsäulenverkrümmung handelt, die keine negativen Folgen hat, dann ist manchmal gar keine Therapie erforderlich. Schwere Wirbelsäulenverkrümmungen hingegen müssen behandelt werden, weil sie zu frühzeitigem Verschleiß und heftigen Schmerzen führen können.
Damit der Schweregrad einer Skoliose ermittelt werden kann, müssen Röntgenaufnahmen angefertigt werden, auf denen erkennbar ist, wie schwer die Erkrankung ist. Anschließend kann der Arzt dann mit der Therapie beginnen.

Alter und Ursache

Wenn der Arzt bei einem Erwachsenen eine leichte Form der Skoliose diagnostiziert, bedarf es in der Regel keine Therapie. Es ist eher selten, dass sich diese leichte Verkrümmung im Laufe der Jahre verschlimmern wird. Ferner ist die Behandlung mit Korsett bei jemand, bei dem die Wirbelsäule bereits ausgewachsen ist, wenig effektiv. Bei Kindern wiederum, bei denen sich die Wirbelsäule noch im Wachstum befindet, ist eine Behandlung von Skoliose von Vorteil. In der Pubertät und während der Wachstumsschübe verformt sich die Wirbelsäule.

Wenn sich die Wirbelkörper ein wenig verschieben, kommen die Muskeln in ein Ungleichgewicht. Während die Kräfte welche auf die Wirbelsäule einwirken sich ungleich verteilen, wird die Wirbelsäulenverkrümmung begünstigt. Somit ist es wichtig, Skoliose so früh wie möglich zu erkennen, um sie gezielt und wirksam behandeln zu können.

Ebenso spielt auch die Ursache für die Therapie von Skoliose eine wichtige Rolle. Wenn Skoliose beispielsweise angeboren ist, muss sie anders therapiert werden als eine Skoliose, die durch Muskel- oder Nervenkrankheiten hervorgerufen wird.

Welche Therapie von Skoliose ist am sinnvollsten?

Mit der Therapie von Skoliose können unterschiedliche Ziele verfolgt werden. Es kann beispielsweise vordergründig darum gehen, eine weitere Verschlechterung zu verhindern oder die vorhandene Wirbelsäulenkrümmung bestmöglich zu korrigieren. Eine Entscheidung darüber, welche Therapiemaßnahme in welchem Fall sinnvoll ist, kann nur ein Arzt anhand der Röntgenaufnahmen entscheiden. Daher ist es wichtig gemeinsam mit seinem Arzt die Therapiemöglichkeiten durchzusprechen.

Welche Therapieformen helfen wie?

Wenn eine Skoliose mit einem Krümmungswinkel der kleiner als 20 Grad vorhanden ist, dann kann die Erkrankung mithilfe von Krankengymnastik behandelt werden. Die Übungen sollen helfen, die Rumpfmuskulatur zu stärken, um der Wirbelsäule mehr Halt zu geben. Ferner gehören zur Krankengymnastik bei Skoliose auch Dehn- sowie Kräftigungsübungen für Muskeln sowie gezielte Atemgymnastik.

Das Korsett bei Skoliose

Eine andere Option ist das Tragen eines Korsetts. Sollte eine Wirbelsäulenverkrümmung über 20 bis 25 Grad vorliegen, wird für Kinder und Jugendliche das Tragen eines Korsetts angeraten. Das Korsett soll der dreidimensional eingetretenen Verdrehung der Wirbelsäule entgegenwirken. Ein Erfolg kann sich nur einstellen, wenn das Korsett bis zu 22 Stunden am Tag getragen wird. Darüber hinaus muss das Korsett an das Wachstum des Kindes angepasst werden, erst dann kann sich ein Therapieerfolg einstellen. Zusätzlich zum Korsett rät der Arzt meistens auch noch zur Krankengymnastik.

Sollte die Wirbelsäule um mehr als 50 Grad gekrümmt sein, dann ist eine Operation die einzige Möglichkeit. Bei der Operation soll die Form der Wirbelsäule soweit wie möglich korrigiert und stabilisiert werden. Die Stellen, die betroffen sind, werden mittels Implantate fixiert und präpariert, so dass die Wirbelkörper verwachsen können.

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Letzte Aktualisierung: 21. Januar 2015 von Skoliose-Krankheit.de